Digitalkameras mit Batteriebetrieb



Batteriebetriebene Digitalkameras - Vom Aussterben bedroht!

Viele aktuelle Digitalkameras, d.h. Modelle der Baujahre 2009/2010, können leider nicht mehr mit herkömmlichen Batterien bzw. Standard-NiMH-Akkus betrieben werden. Offensichtlich sind die neuesten Modelle wahre Stromfresser und benötigen zwangsläufig die hohe Energiedichte von herstellereigenen Lithium-Ionen-Akkus (Li-Ion). Oder aber die Kamerahersteller wollen mit Verschleißteilen wie den teuren Spezialakkus ihre Verdienstmöglichkeiten etwas erweitern.
Wie dem auch sei, jedenfalls muß sich ein Hobbyfotograf, der heute eine Digitalkamera mit Batteriebetrieb sucht, verhältnismäßig viele Digitalkameramodelle anschauen, bevor er fündig wird. Wer demnach die Möglichkeit des Batteriebetriebs als Ausschlußkriterium für einen Kamerakauf heranzieht, dem wird die Kaufentscheidung leicht gemacht. Oder eben nicht, denn so ziemlich alle namhaften Hersteller, sei es Canon, Casio, Fujifilm, Pentax, Nikon oder Sony, verwenden fast auschließlich eigene Akku-Lösungen auf Li-Ion-Basis.
Digitalkameras mit Standardbatterien oder herkömmlichen Mignon-Akkus findet man zumeist nur noch bei Einsteigermodellen, d.h. bei preiswerten digitalen Kompaktkameras.

Digitalkamera mit Batteriebetrieb

Vorteile und Nachteile von Batterien im Vergleich zu herstellerspezifischen Akkutypen

Unter den sogenannten Bridge-, System-, oder DSLR-Kameras gibt es nur noch ganz wenige Exoten, die mit normalen, handelsüblichen Batterien betrieben werden können. Dabei bieten gerade diese "sperrigen" Kameras eigentlich weitaus bessere Voraussetzungen, die verhältnismäßig großen AA-Batterien unterzubringen. Bei den kompakten Digitalkameras ist es noch verständlich, wenn die Hersteller auf flache und maßgeschneiderte Akkuzellen zurückgreifen, um damit ultra-kompakte Bauformen zu realisieren.
Aber warum immer mehr Digitalkamera-Hersteller dem Trend folgen, über ihre gesamte Produktpalette hinweg, bei der Kamera-Stromversorgung auf herstellereigene Spezial-Akkus zu setzen, kann und muß man nicht unbedingt verstehen. Standardbatterien oder genormte Akkuzellen sind offensichtlich nicht mehr zeitgemäß, obwohl es inzwischen mit den Eneloop-Akkus von Sanyo, den Infinium-Akkus von Panasonic bzw. den Ansmann maxE einen neuen Akku-Typ (LSD-Akkus) auf dem Markt gibt, der eine lange und hohe Stromentnahme gewährleistet und in bezug auf die Lagerfähigkeit (Selbstentladung) einer Batterie in nichts nachsteht.
Gut, solange man im Urlaub immer eine Steckdose in Reichweite hat, das Ladegerät für den Digicam-Spezialakku mit Betriebsspannungen zwischen 110-230V funktioniert, Steckdosenadapter für den Stromanschluss vorhanden sind und man ohnehin nach spätestens 5 Jahre seine Digitalkamera dem Elektronik-Wertstoff-Behälter zuführt, hat man kein großes Problem mit herstellerspezifischen bzw. proprietären Akkutypen.
Für Gegner der Wegwerfgesellschaft und der proprietären Standards sind solche Speziallösungen aber nicht unbedingt akzeptabel. Deshalb haben wir uns die Mühe gemacht und einige aktuelle Digitalkameramodelle der Jahre 2009-2010 zusammengetragen, die noch mit Batteriefach für handelsübliche Batterien ausgestattet sind. Nachfolgend die Übersicht als Kaufentscheidungshilfe für eine Digitalkamera mit Batteriebetrieb (ohne Gewähr auf Vollständigkeit).

Marktübersicht: aktuelle Digitalkameramodelle mit Batterien

Der Digicam-Schwerpunkt liegt dabei auf anspruchsvolleren Modellen (Bridgekameras, Digitale Spiegelreflexkameras, gehobene Kompaktklasse), d.h dort wo der Standard-Batteriebetrieb mit Mignon- bzw. Micro-Zellen wirklich selten geworden ist. Eine direkte Kaufempfehlung für eine bestimmte Kamera wollen wir damit jedoch nicht aussprechen, lediglich die Kaufentscheidung bei Digitalkameras mit Batteriebetrieb erleichtern. (Erhebung der Durchschnittpreise im Oktober 2010).

  • Pentax K-x

    Das Modell K-x der Marke Pentax ist die einzige digitale Spiegelreflexkamera (DSLR) die noch mit Batterien (4-AA) bzw. Standard-Akkus betrieben werden kann - zumindest nach unseren derzeitigen Recherchen. Möglicherweise gibt es auch noch andere Modelle/Hersteller, aber oftmals muß man dann wohl ein separates Batteriefach / einen Batteriegriff irgendwo an der Kamera anschrauben (Achtung: Spekulation!). Die Pentax K-x ist relativ günstig und richtet sich vornehmlich an Spiegelreflexkamera-Einsteiger. Der durchschnittliche Preis liegt zur Zeit bei ca. 550 Euro mit Objektiv DA-L 18-55mm. Die Pentax ist recht solide, bietet das obligatorische Display (2,7-Zoll-Farbdisplay mit 230.000 Bildpunkten), einen guten optischen Sucher, eine Histogrammanzeige zur Bildkontrolle, Bildstabilisator usw. Der Kamerasensor liefert 12,4 Megapixel. Die Videofunktion bietet HD-Videoqualität mit 1280x720 Pixeln und 24 Bildern pro Sekunde. ISO-Einstellungen sind bis ISO 12800 möglich.

  • Canon PowerShot SX20 IS

    Die Canon PowerShot SX20 IS ist eine sogenannte Bridge-Kamera, d.h. quasi der "Missing Link" zwischen digitalen Spiegelreflex- und Kompaktkameras. Genauer formuliert, das Objektiv ist nicht austauschbar, die Gehäuseform erinnert an SLR-Kameras, der Zoombereich ist groß, die manuellen Einstellungsmöglichkeiten vielfältig. Die SX20 IS besticht durch 20-fachen optischen Zoom, 12Megapixel Auflösung, einen guten Bildstabilisator und die gute Makro-Motiv-Funktion. Das schwenkbare 2,5-Zoll-Display bietet eine ausreichende Auflösung von 230.000 Pixeln. Die Video-Auflösung liefert mit 1280x720 HD-Qualität und die Stromversorgung kann auch hier über 4-AA-Standardzellen erfolgen. Der momentane Durchschnittspreis beträgt ca. 330 Euro.

  • Olympus SP-590 UZ

    Bei der Olympus SP-590 UZ handelt es sich ebenfalls um eine relativ große Bridgekamera der Ultrazoom-Klasse. Der 26-fach-Weitwinkelzoom dürfte hier das Highlight sein. Die Kameraauflösung beträgt 12 Megapixel, die Videofunktion löst aber 640x480 Pixel auf. Weitere Features sind der Bildstabilisator, ein optischer Sucher und ein Restposten-Preis von ca. 300 Euro (Auslaufmodell). Auch diese Digitalkamera kann mit 4 AA-Batterien betrieben werden.

  • Kodak Easyshare Z980

    Bei der Kodak Easyshare Z980 handelt es sich auch um ein zur Zeit recht günstiges Auslaufmodell mit Preisen um ca. 300 Euro. Auch diese Bridgekamera verfügt über einen sogenannten Megazoom mit ihrem 24-fach optischen Zoom. Auch hier wird vom Weitwinkelbereich bis zum Telebereich alles abgedeckt. Die Bildauflösung beträgt 12 Megapixel, die Videoauflösung liegt im HD-Bereich (1280x720). Ein großes Display, ein optischer Bildstabilisator und ein Blitzschuh, durch den diese DigitalKamera mit einem zusätzlichen Blitzgerät ausgerüstet werden kann, runden die Sache ab. Auch hier hat man die Möglichkeit zur universellen Stromversorgung, denn der Konsument kann die Kamera mit vier Mignon-Rundzellen (AA-Format) bestücken, d.h. Alkaline- oder Lithium-Einwegbatterien oder eben handelsübliche NiMH-Akkus.

  • Fujifilm FinePix S1800

    Die Fujifilm FinePix S1800 Digitalkamera erinnert aufgrund ihrer Bauform ebenfalls an eine Spiegelreflexkamera. Der Brennweitenbereich beginnt bei 28mm (Weitwinkel) und im Telebereich stehen immerhin maximal 504 Millimeter Brennweite zur Verfügung. Weitere Ausstattungsmerkmale im Überblick: 12 Megapixel Bildauflösung, 18-fach optischer Superzoom, 3 Zoll TFT-LC-Display, Panorama-Modus, Video-HD-Qualität (1280x720). Stromversorgung mit handelsüblichen AA-Mignon-Batterien (4 Stück). Preis ca. 160 Euro.

  • Canon Powershot SX120 IS

    Die Canon Powershot SX120 IS zählt zwar schon zu den Digitalkameras der Kompaktklasse, bietet aber insgesamt ein recht gutes Preis-/Leistungsverhältnis. Vielleicht die ideale Familienkamera für den Einstieg in die Digitalfotografie. Handhabung und Einstellungsmöglichkeiten sind einfach, das Kameradisplay bietet eine Größe von 3 Zoll (7,6 cm) mit 230.000 Bildpunkten Auflösung. Die Fotokamera hat eine optische Auflösung von 10 Megapixeln, einen 10-fachen optischen Zoom, einen optischen Bildstabilisator und einen momentanen Marktpreis von ca. 140 Euro. Auch diese Digitalkamera besitzt Batteriebetrieb mit Standardbatterien bzw. herkömmlichen NiMH-Akkus.



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